Projekt

ThUg – Theorie & Ungeduld – „Strafe(n) – sozialistische und pädagogische Perspektiven“

Ziel ist es, jungen Menschen eine Möglichkeit und Plattform zu geben ihre eigenen Texte zu schreiben und zu veröffentlichen. In gemeinsamer Absprache und mit gegenseitiger Unterstützung soll eine Zeitschrift zum Thema „Strafe“ auf ca. 50 Seiten entstehen. In diesem Prozess sollen vor allem auch redaktionelle und organisatorische Fähigkeiten gewonnen werden, genauso wie Fähigkeiten des Schreibens von Zeitschrift-Artikeln. Uns ist es wichtig, möglichst viele Stimmen aus dem Verband und von anderen Interessierten einzubeziehen. Insbesondere in Bereichen der Erziehung oder Begleitung von Kindern und Jugendlichen erscheint Strafe in der Öffentlichkeit als gängiges und (oft) legitimes Mittel. Wir möchten dazu anregen sich mehr mit Fragen auseinanderzusetzen, warum Strafe so normal scheint, was Strafe überhaupt ist und wie und in welchem Maße sie sinnvoll oder problematisch ist. Auch ist es für uns in unserer pädagogischen Praxis wichtig in der Lage zu sein, gesellschaftliche Strafmechanismen verstehen und erklären zu können. Nicht selten kommen Fragen auf, warum bestimmte Menschen oder Bevölkerungsgruppen mehr oder anders mit Strafen konfrontiert werden. Sowohl im sozialen oder schulischen Umfeld, als auch in Form von polizeilichen Kontrollen oder Strafanzeigen. Auch Fragen nach der Notwendigkeit von Gefängnis oder dem Umgang mit Straftätern kommen immer wieder auf. In Zeiten von starken Einschränkungen des sozialen Miteinanders aufgrund des Infektionsschutzes sind viele Kinder und Jugendliche mit der drohenden Strafe für ein Verstoß gegen die Richtlinien konfrontiert. Trotzdem erscheint uns das Thema „Strafe“ in der Öffentlichkeit ein eher marginal behandeltes Feld zu sein. Deswegen wollen wir uns im Entstehungsprozess der ThUg gegenseitig fortbilden und kritische Perspektiven auf die Normalität werfen und aktuell diskutierte Alternativansätze diskutieren. Die Ergebnisse unserer Auseinandersetzung wollen wir Anderen (pädagogisch Arbeitenden) zugänglich machen.

Zielgruppe

Der Schreibprozess selbst ist eher an ältere Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16-36 Jahren gerichtet, die Interesse haben sich im Schreiben von Texten zu üben und sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Die ThUg-Ausgabe selbst soll möglichst so zugänglich sein, dass sie auch in die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren eingebettet werden kann.

Region

Niedersachsen / landesweit

Themengebiet

Engagement & Experimentelles

Projektlaufzeit

01.09.2022 - 28.02.2023

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